Handy-Akku tauschen: aufgeblähter Akku, Batteriezustand und Kosten

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Tausch lohnt sich, sobald die Batteriekapazität unter etwa 80 Prozent fällt – das ist nach rund 500 vollständigen Ladezyklen der Fall.
  • Ein aufgeblähter Akku ist ein Sicherheitsrisiko. Nicht weiterladen, nicht durchstechen, zeitnah tauschen lassen.
  • Der Akkutausch kostet bei uns 89 € bis 129 € je nach Modell – inklusive Einbau, Funktionstest und 6 Monate Garantie.
  • Er dauert meist unter einer Stunde, und Ihre Daten bleiben dabei unangetastet.
  • Von allen Reparaturen hat der Akkutausch das beste Verhältnis von Preis zu spürbarem Effekt.

Ein Handy, das nachmittags leer ist, obwohl es morgens noch voll war, fühlt sich an wie ein Gerät am Ende seines Lebens. In den meisten Fällen ist es das nicht – es hat nur ein Verschleißteil erreicht.

Der Akku ist das einzige Bauteil in Ihrem Smartphone, das planmäßig altert. Er ist gleichzeitig das günstigste, das sich tauschen lässt. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, wie Sie das selbst prüfen und was es kostet.

Woran erkenne ich, dass der Akku getauscht werden muss?

Kurz: Am deutlichsten an drei Zeichen – das Gerät hält keinen Tag mehr durch, es schaltet sich bei 20 bis 30 Prozent unerwartet ab, oder es läuft nur noch zuverlässig am Kabel.

Die typischen Anzeichen im Einzelnen:

  • Schneller Ladungsverlust im Stand. Das Gerät verliert über Nacht zweistellige Prozentwerte, ohne dass etwas läuft.
  • Plötzliche Abschaltung. Bei 20 oder 30 Prozent geht das Gerät aus, besonders draußen im Winter. Das ist das klarste Signal von allen.
  • Nur noch am Kabel nutzbar. Ohne Netzteil hält es keine halbe Stunde.
  • Das Gerät wird beim Laden auffällig warm.
  • Die Rückseite oder das Display wölbt sich. Dann ist der Akku aufgebläht – dazu unten mehr.

Kälte als Test: Ein alternder Akku zeigt sich im Winter zuerst. Wenn Ihr Gerät bei fünf Grad draußen bei 40 Prozent ausgeht und drinnen wieder anspringt, ist die Kapazität deutlich gesunken.

Wie prüfe ich den Batteriezustand selbst?

Kurz: Beim iPhone unter Einstellungen, Batterie, Batteriezustand und Laden. Zeigt die maximale Kapazität weniger als 80 Prozent, ist der Tausch fällig.

GerätWo Sie den Batteriezustand finden
iPhoneEinstellungen → Batterie → Batteriezustand und Laden
Samsung GalaxyApp Samsung Members → Hilfe → Diagnose → Akkustatus
Google PixelEinstellungen → Akku → Akkuzustand
Andere Android-GeräteJe nach Hersteller unterschiedlich – wir messen es bei der Annahme für Sie

Die Prozentzahl, die dort steht, ist die verbliebene Kapazität im Vergleich zum Neuzustand. Als Orientierung:

  • über 85 Prozent: alles in Ordnung, kein Handlungsbedarf.
  • 80 bis 85 Prozent: die Alterung ist spürbar, ein Tausch lohnt sich, wenn Sie das Gerät noch länger nutzen wollen.
  • unter 80 Prozent: Zeit für einen neuen Akku. Apple stuft die Batterie ab hier selbst als verbraucht ein.

Bei Geräten, die keinen Wert anzeigen, hilft ein anderer Test: Laden Sie voll auf, notieren Sie die Uhrzeit und schauen Sie, wie lange das Gerät im normalen Alltag durchhält. Zwei Tage hintereinander gemessen ergibt ein brauchbares Bild.

Mein Akku ist aufgebläht – wie gefährlich ist das?

Kurz: Ernst genug, um es nicht aufzuschieben. Ein aufgeblähter Lithium-Ionen-Akku steht unter Druck und kann bei Beschädigung in Brand geraten. Nicht weiterladen, nicht durchstechen, nicht mit Gewalt öffnen.

Woran Sie es erkennen: Die Rückseite lässt sich leicht eindrücken oder wölbt sich sichtbar. Das Display steht am Rand über. Das Gerät wackelt auf dem Tisch, obwohl es früher flach lag. Bei einem Klapphandy oder einer Uhr springt die Abdeckung auf.

Die Ursache ist eine chemische Reaktion im Inneren, bei der Gas entsteht. Der Druck steigt langsam und geht nicht von allein zurück. Was Sie tun sollten:

  • Nicht weiterladen. Laden erhöht den Druck zusätzlich.
  • Nicht in der Hosentasche tragen und nicht unter dem Kopfkissen aufbewahren.
  • Nicht durchstechen und nicht biegen. Auch nicht, um „nachzusehen“.
  • Nicht in den Hausmüll. Ein beschädigter Akku ist eine Brandgefahr in der Mülltonne.
  • Zeitnah tauschen lassen. Bis dahin an einem kühlen Ort lagern, nicht in der Sonne und nicht im Auto.

Der Tausch selbst ist Routine und kostet nicht mehr als bei einem normal gealterten Akku. Wir entsorgen den alten fachgerecht.

Was kostet ein Akkutausch?

Kurz: 89 € bis 129 €, je nach Modell. Anders als beim Display macht das Modelljahr hier wenig aus – Akkus sind vergleichsweise günstige Bauteile.

GerätAkkutausch
iPhone 1389 €
iPhone 1489 €
iPhone 15119 €
iPhone 16119 €
Galaxy S2399 €
Galaxy S2499 €
Galaxy S25 Ultra129 €
Apple Watch Series 9 (45 mm)89 €
iPad (10. Generation)139 €

Stand 2026, inklusive Ersatzteil, Einbau, Funktionstest und 6 Monate Garantie. Preise für alle weiteren Modelle im Preisrechner.

Warum das iPad teurer ist als die meisten Smartphones: Der Akku ist großflächig verklebt und muss unter Wärme vorsichtig gelöst werden, ohne das darüberliegende Display zu beschädigen. Der Aufwand ist deutlich höher als bei einem Telefon.

Alle Preise nach Gerät finden Sie auf den jeweiligen Seiten: iPhone, Samsung, iPad, Apple Watch, Google Pixel und Xiaomi.

Wie lange hält ein Handy-Akku?

Kurz: Rund 500 vollständige Ladezyklen bis etwa 80 Prozent Restkapazität. Bei täglichem Laden sind das ungefähr eineinhalb bis zwei Jahre, bei sparsamer Nutzung deutlich mehr.

Ein Ladezyklus ist nicht dasselbe wie ein Ladevorgang. Wenn Sie heute von 60 auf 100 Prozent laden und morgen von 60 auf 100, ist das zusammen ein Zyklus – nicht zwei. Deshalb altern Geräte, die immer wieder kurz nachgeladen werden, nicht schneller als andere.

Was den Akku dagegen wirklich altern lässt:

  • Hitze. Der größte Feind. Ein Sommer auf dem Armaturenbrett schadet mehr als ein Jahr normales Laden.
  • Dauerhaft 100 Prozent. Ein Gerät, das jede Nacht acht Stunden am Kabel voll bleibt, altert schneller.
  • Tiefentladung. Regelmäßig auf 0 Prozent laufen lassen und dann liegen lassen.
  • Schnellladen bei Hitze. Die Kombination ist ungünstiger als jeder Faktor allein.

Wie lange dauert der Akkutausch?

Kurz: Bei vorrätigem Akku meist unter einer Stunde. Sie können in der Regel warten – ein Anruf vorab klärt, ob das Teil für Ihr Modell im Haus ist.

Der Ablauf ist bei fast allen Geräten gleich: öffnen, Akku vom Kleber lösen, neuen Akku einsetzen, Dichtung erneuern, verschließen, Funktionstest. Beim iPad dauert es länger, weil die Klebefläche um ein Vielfaches größer ist.

Reparaturzeiten für alle Schadensarten: Wie lange dauert eine Handyreparatur? Und der komplette Ablauf: Schritt für Schritt erklärt.

Lohnt sich der Akkutausch oder lieber ein neues Handy?

Kurz: Fast immer der Tausch. Für 89 € bis 129 € bekommen Sie ein Gerät zurück, das sich wieder wie am ersten Tag anfühlt – vorausgesetzt, es bekommt noch Sicherheitsupdates.

Der Akkutausch ist die Reparatur mit dem besten Verhältnis von Kosten zu spürbarem Effekt. Ein drei Jahre altes Gerät mit neuem Akku ist im Alltag kaum von einem neuen zu unterscheiden – der Prozessor ist schnell genug, die Kamera gut genug, und der einzige Unterschied war die Laufzeit.

Gegen den Tausch spricht eigentlich nur eines: Wenn Ihr Gerät keine Sicherheitsupdates mehr bekommt. Dann investieren Sie in Hardware, die die Software ausbremst. Die vollständige Rechenregel dazu steht in unserem Ratgeber Reparieren oder neu kaufen?

Kann ich den Akku selbst tauschen?

Kurz: Bei älteren Geräten mit abnehmbarer Rückseite ja. Bei allen aktuellen Modellen ist es der Eingriff, bei dem am meisten schiefgeht – weil der Akku verklebt ist und beim Lösen beschädigt werden kann.

Das Problem ist nicht der Einbau, sondern der Ausbau. Der Akku klebt großflächig im Gehäuse. Wer ihn mit einem Schraubendreher heraushebelt, beschädigt im Zweifel die Zelle – und eine beschädigte Lithium-Ionen-Zelle ist genau der Fall, den man vermeiden will.

Dazu kommt der Kleberahmen: Wird er nicht erneuert, ist das Gerät danach nicht mehr dicht. Das merken Sie nicht sofort, sondern beim nächsten Regen.

Wenn Sie es trotzdem versuchen möchten, tun Sie es an einem Gerät, dessen Verlust Sie verschmerzen können – und niemals an einem, dessen Akku bereits aufgebläht ist.

Wie halte ich den neuen Akku länger fit?

Kurz: Hitze vermeiden und das Gerät nicht dauerhaft bei 100 Prozent am Kabel lassen. Alles andere ist zweitrangig.

  • Nicht im Auto liegen lassen, weder im Sommer in der Sonne noch beim Laden auf der Halterung hinter der Scheibe.
  • Optimiertes Laden aktiv lassen. iPhone und die meisten Android-Geräte halten die Ladung nachts bei 80 Prozent und füllen erst kurz vor dem Aufstehen auf. Diese Funktion sollte an bleiben.
  • Beim Laden die dicke Schutzhülle abnehmen, wenn das Gerät warm wird.
  • Nicht zwanghaft auf 100 laden. Zwischen 20 und 80 Prozent fühlt sich ein Akku am wohlsten – wichtiger ist aber, dass Sie Ihr Handy benutzen können.

Was Sie sich sparen können: das gelegentliche vollständige Entladen zum „Kalibrieren“. Das war bei den Nickel-Akkus von früher sinnvoll, bei Lithium-Ionen nicht.

Häufige Fragen zum Akkutausch

Bleiben meine Daten beim Akkutausch erhalten?

Ja. Getauscht wird ausschließlich Hardware, der Speicher wird nicht angerührt. Mehr dazu: Datenschutz bei einer Handyreparatur.

Zeigt das iPhone nach dem Tausch eine Warnmeldung an?

Bei einem Akku, der nicht von Apple stammt, kann in den Einstellungen ein Hinweis zum Batteriezustand erscheinen. Auf die Funktion des Geräts hat das keinen Einfluss. Wir sagen Ihnen vor der Reparatur, was für Ihr Modell gilt – das gehört zu einer ehrlichen Auskunft dazu.

Wie oft kann man den Akku tauschen lassen?

So oft Sie möchten. Es gibt keine technische Begrenzung. Entscheidend ist nur, ob das Gerät softwareseitig noch versorgt wird.

Was passiert mit dem alten Akku?

Wir entsorgen ihn fachgerecht. Ein Akku enthält keine Nutzerdaten, Sie müssen sich darum keine Sorgen machen – und in den Hausmüll gehört er auf keinen Fall.

Hilft es, Hintergrund-Apps zu schließen?

Kaum. Moderne Betriebssysteme frieren Apps im Hintergrund ohnehin ein. Wenn Ihr Gerät nicht mehr durch den Tag kommt, liegt es fast immer am Akku selbst und nicht an den Apps.

Kann ich den Akku per Versand tauschen lassen?

Ja, über unseren Versandservice. Bei einem aufgeblähten Akku sprechen Sie uns bitte vorher an – der Versand solcher Geräte unterliegt besonderen Regeln.

Akku prüfen lassen, ohne Termin

Wenn Sie unsicher sind, ob es wirklich am Akku liegt: Kommen Sie vorbei, wir messen den Zustand bei der Annahme. Zeigt sich, dass die Ursache woanders liegt, sagen wir Ihnen das – statt Ihnen einen Akku zu verkaufen, den Sie nicht brauchen.

Worauf Sie bei der Auswahl einer Werkstatt achten sollten, steht hier: Seriöse Handyreparatur in München erkennen.

Akkutausch in München – meist in unter einer Stunde

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